Jacqueline Taib
Paysage en travaux


jacqueline taib «beginnt» ihre malerei mit photoabzügen. dabei ist sie nicht auf der suche der «aufnahme» oder dem pittoresken element, man findet nur einige linien, plane, perspektiven, weinige farbige zonen sowie eine virtuelle orientierung des raumes.
mehr als ein abbild der wirklichkeit, dient die fotografie als erster filter, mit dem sie die elemente der malerei zum vorschein lässt.

weit davon entfernt, de, bildichen raum aufzlösen,bringt ihn die fotografie zum vorschein, wie eine skizze hätte es schaffen können, aus der wirklichkeit die möglichkeiten der malerei herauszuheben.

auch offenbarensich durch diesen minimalen gebrauch der fotografie die virtualitäten des städtischen raumes:nicht etwa sachen, gebäude, kreuzungen oder viertel und ihre dazugehörigen akteure und passanten sondern die gesamtheit von plänen, von fülle und lücken, farbige punkte, richtungen und dimensionen, worin der wandernde blick des malers sich vertieft.

die «urbane szenerie» wurde durch die neutrale und zufällige-aber doch präzise- bildeinstellung aufgelöst.
das «endgültige» der fotografie wird seinerseits mit der malerischen arbeit durch einen mentalen, labyrinthähnlichen raum ersetzt.

anstelle von kanten, umrissen, schilder, flügt das bild die pläne zusammen, verschmelzt die farben miteinander, lässt das auge sich im durcheiander der flächen verlieren.

was auf den ersten blick als natürliche orientierunspunkte erscheinen mag, erweist sich weniger selbstverständlich und wird am ende mit dem seltsamen zu einem teil dieser wirklichkeit : fensterlose fassaden, pläne oder ebenen sind miteinander verwoben, ausseerhalb jeglicher möglichen rationalität.

ohne die einfachen tricks des «fantastishen» zu nutzen, ist jacqueline taēb nie weit entfernt von der macht des befremdlichen, des «bizarren», welches die stadt und/oder das gemälde durchfliesst.

der wahl der baustelle ist nicht zufällig : das unvollendete welches darin zum ausdruck kommt, scheint wie eine «übersetzung» des malprozesses. deiser ist selbst auch im bau, in dem das werk die ihn schaffende arbeit offen lässt. Sowohl in ihrer unvollendeten figürlichkeit als auch in der identischen dauer.
es handelt sich weder um ein fertiges kunstwerk noch um den teil einer serie. eher um eine mobile dimension der malerei.

pierre manuel
dr. Phil.-kunstkritiker
freie übersetzunf

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